Informationen zum Beruf
Das Wichtigste in Kürze
Dachdeckerinnen und Dachdecker isolieren und dichten Steildächer bei Neu- und Umbauten ab, damit die Gebäude vor Witterungseinflüssen geschützt sind. Dafür verlegen sie je nach Dachform und Art des Gebäudes Tonziegel oder Platten aus Faserzement, Metall oder Naturschiefer. Sie achten bei der Wahl der Materialien auch auf die Energieeffizienz und auf ästhetische Kriterien.
Dauer
8 Wochen pro Jahr als Blockkurse an den Berufsfachschulen in Uzwil (SG), Les Paccots (FR) oder Lugano-Trevano (TI).
3 Jahre
Anforderungen
Vorbildung
Anforderungen
- handwerkliches Geschick
- Freude an der Arbeit im Freien
- Teamfähigkeit
- gute körperliche Verfassung
- Bereitschaft, häufig unterwegs zu sein
Arbeitsort
Dachdeckerinnen und Dachdecker arbeiten im Freien und bei jedem Wetter. Da manche Arbeiten mit Gefahren verbunden sind, tragen sie dafür eine Schutzausrüstung mit Brille, Helm, Sicherheitsschuhen und Handschuhen. Die Berufsleute arbeiten im Team, hoch oben auf Dächern oder Gerüsten und oft in unbequemen Positionen. Ihre Arbeitszeiten können je nach Jahreszeit variieren. Sie koordinieren ihre Tätigkeiten mit anderen Fachleuten im Bereich Gebäudehülle und Bauwesen, vor allem mit Spenglerinnen.
Dachdeckerinnen und Dachdecker arbeiten in Betrieben der Gebäudehüllenbranche oder in Gebäudehüllen-Spenglerei-Betrieben. Dabei handelt es sich mehrheitlich um kleine und mittlere Unternehmen. Nach einigen Jahren Berufserfahrung können sie verantwortungsvolle Positionen übernehmen, etwa als Teamleiter oder Baustellenleiterin.
Weiterbildung
Kurse
Angebote von Fach- und Berufsfachschulen, von Unternehmen der Gebäudehüllenbranche sowie vom Verein Polybau, polybau.ch.
Zusatzlehre
- 1-jährige Zusatzlehre als Abdichter/in EFZ, Fassadenbauer/in EFZ oder Gerüstbauer/in EFZ
- 1-2-jährige Zusatzlehre als Solarinstallateur EFZ (Zeitdauer variiert je nach Berufserfahrung)
- 2-jährige Zusatzlehre als Fachmann/-frau Sonnenschutz und Storentechnik EFZ
Fachhochschule (FH)
Studiengänge in verwandten Fachbereichen, zum Beispiel Bachelor of Science in Bauingenieurwesen (Studienrichtung Gebäudehülle). Je nach Fachhochschule gelten unterschiedliche Zulassungsbedingungen.
Berufsprüfung (BP)
Mit eidg. Fachausweis, zum Beispiel:
- Bauführer/in Gebäudehülle
- Energieberater/in Gebäude
- Projektleiter/in Solarmontage
Höhere Fachprüfung (HFP)
Zum Beispiel Gebäudehüllen-Meister/in oder Bauleiter/in mit eidg. Diplom.
Höhere Fachschule (HF)
Bildungsgänge in verwandten Fachbereichen, zum Beispiel dipl. Techniker/in HF Bauführung oder dipl. Gebäudetechniker/in HF.